Songwriting: Aufbau eines Songs | sunsetmusic.de
Beitragsbild Aufbau eines Songs

Yo, Leute! In diesem Artikel wollen wir euch auf die Reise in das Land des Songwriting mitnehmen. Dazu möchten wir euch den grundsätzlichen Aufbau eines Songs näher bringen. Eine der ersten Fragen beim Songwriting ist: „Wie baue ich meinen Song auf?“
Wir wollen euch einige Möglichkeiten vorstellen, mit denen ihr euren eigenen Song strukturieren könnt.

Vergleichen wir einmal das Schreiben eines Songs mit dem Bau eines Hauses. Es bringt nichts, zuerst die Möbel zu planen, bevor das Fundament nicht steht. In der folgenden Grafik findest du die einzelnen Elemente, die ein Song besitzen kann.

Aufbau eines Songs: Song-Elemente
Grafik: Elemente eines Songs

Die Grundstruktur als Basis für deinen Song

Kleine Entwarnung am Anfang: Im Songwriting gibt es keine Bilderbuch-Anleitung! Allerdings haben sich in den letzten Jahren einige Rahmenbedingungen ergeben, die sich als sinnvoll bewährt haben und sich in vielen Songs wiederfinden. Hier gilt allerdings: die Ausnahme bestätigt die Regel. In der folgenden Grafik findest die einzelnen Elemente, die ein Song besitzen kann.

Aufbau eines Songs Infografik

Intro

Das Intro bildet die Einführung in den Song. Hier beginnt die Geschichte, die du erzählen möchtest. Es handelt sich in der Regel um die ersten 5 bis 15 Sekunden eines Songs. Hier soll der Hörer merken, welche Stimmung der Song hat; ist er eher ruhig, fröhlich, traurig oder will er dich zum tanzen bringen? Es ist auch die Stelle, an der man einen Song wiedererkennen sollte, wenn er in einer Playlist oder im Radio kommt. Daher sollte sich das Intro nicht zu sehr vom Rest des Songs unterscheiden und am besten den Hörer direkt mitreißen, da er sonst wegskippt.

Die Einleitung der Melodie kann Stück für Stück passieren, indem immer wieder neue Instrumente hinzukommen. Beispielsweise erst durch ein Gitarrenstrumming über 4 Akkorde plus ein paar Ad-Libs oder ein einprägsames Fingerpicking, ein Saxophon, das das Hauptmotiv des Songs spielt oder aber man steigt direkt ein mit einem markanten Beat, der später wieder vorkommt.

Wie du siehst gibt es viele Möglichkeiten, um einen Song zu beginnen. Es gibt auch erfolgreiche Songs, die gar kein richtiges Intro besitzen, sondern direkt mit der Strophe oder dem Refrain einsteigen. Als Faustregel gilt: Feuer noch nicht dein ganzes Feuerwerk gleich am Anfang ab, wir brauchen noch eine Steigerung, auf die sich der Hörer freuen kann.

Strophe

Mit der Strophe oder auch Vers genannt, beginnt der Lauf deiner Geschichte, also sollte der Hörer erfahren, worum es geht. Sind es zwei Personen, die sich kennenlernen, erzählt ein lyrisches Ich oder wird ein kollektives „wir“ verwendet? Wird ein Ort beschrieben, ein bestimmter Zeitpunkt oder eine Lebensphase skizziert? Für was auch immer du dich entscheidest, achte darauf, dass die Strophe inhaltlich klar macht, in welche Richtung es thematisch geht. Außerdem solltest du ein paar Fragen offen lassen, die dann im Chorus und den restlichen Strophen aufgegriffen werden.

Klanglich sollte die Strophe auf das Intro (wenn vorhanden) aufbauen. Hier werden weitere Instrumente hinzugefügt, der Beat setzt ein, die Spannung beginnt sich mehr aufzubauen, sie erreicht aber noch nicht ihren Höhepunkt.

Pre-Chrous

Der Pre-Chorus bildet den Übergang zwischen Strophe (oder auch der Bridge) und dem Chorus. Hier ist wieder alles erlaubt; man kann durch das Weglassen oder Hinzufügen von Instrumenten oder einer Änderung der Akkordfolge mehr Spannung erzeugen, um dann im Chorus alles rauszulassen. Jedoch ist der Pre-Chorus optional und kann im Aufbau eines Songs auch weggelassen werden.

Chorus

Der Chorus, Refrain oder auch Hook genannt, bildet den Höhepunkt deines Songs. Die Anspielungen aus der Strophe und ggf. dem Pre-Chorus werden auf den Punkt gebracht. Hier kommt die Hauptaussage deines Texts am besten an, wenn sie klar verständlich ist und sich bestenfalls reimt. Dadurch kann man sie sich gut merken und der Song erhält Ohrwurm-Charakter.

Strophe

Nach dem Chorus folgt wieder eine Strophe. Hier gilt das gleiche wie zuvor: der Inhalt der ersten Strophe wird ergänzt und die Geschichte weitererzählt. Bisher offen gebliebene Fragen werden beantwortet und abgerundet.

Bridge

Wenn der Zuhörer denkt, er hat schon alles gehört und kennt alles, kommst du mit einer Bridge, die ihn oder sie vom Gegenteil überzeugt. Eine Bridge schafft Abwechslung, da ihr Klang einen Kontrast zum Rest des Songs bildet. Zum Beispiel durch ein Solo (Gitarre, Synthesizer, Gesang) oder Abwandlungen in der Akkordfolge kannst du Akzente setzen. Im Indie-Rock zum Beispiel werden gerne offene Akkorde benutzt, um die Melodie zu variieren.

Auch im Songtext kannst du durch Änderungen im Reimschema und Antithesen einen Gegensatz zum Rest des Liedes schaffen. Ebenfalls kannst du einzelne Aspekte konkretisieren oder auch die Perspektive wechseln. Im Aufbau eines Songs ist die Bridge ein optionales Element und kann daher auch weggelassen werden.

Outro

Letztlich stellt das Outro das Pendant zum Intro dar. Die Instrumente finden hier ihren Ausklang, z.B. durch ein letztes Vorkommen des Hauptmotivs oder eine letzte Akkordfolge.

Fazit

Songwriting ist eine ganz individuelle Sache und es gibt viele Möglichkeiten und Meinungen, wie der Aufbau eines Songs aussehen sollte. Wir möchten dir einen groben Rahmen zeigen und erst mal die Basics an die Hand geben. Du kannst das natürlich vollkommen anders machen. Musik ist frei, also lass dir von niemandem etwas vorschreiben oder dich in deiner Kreativität einschränken, auch von uns nicht!

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